Dr. Frederic W. Unger ließ sich von unruhigen Zeiten nicht abhalten: 1951 legte der einzig überlebende Enkel der Kempinskis den Grundstein für ein neues Hotel. Es war eine der ersten großen Investitionen im Nachkriegs-Berlin, mit der er dem Grundstück seiner Familie am Kurfürstendamm 27 neues Leben einhauchte. Der symbolische Wert für die geteilte Stadt war ein weit größerer: ein Stück Hoffnung.
1952 titelte eine Lokalzeitung anlässlich der Eröffnung des Hotels: "Kempinski heißt: Berlin kommt wieder." Zurück kam damit auch die Erinnerung an die jüdische Familie Kempinski, die von den Nationalsozialisten enteignet worden war und emigrieren musste. Das neue Hotel hat den Namen Kempinski wieder aufleben lassen und damit Berlin etwas von seiner Identität wiedergegeben. Eine Messingtafel am Eingang des Hotels erinnert an das Schicksal der Familie, "deren berühmte Gaststätte 1937 arisiert und unter Zwang verkauft wurde, deren Mitglieder umgekommen oder geflohen sind."

1862
Eröffnung eines Weinladens mit Ausschank an der Friedrichstraße 176, dem bald größten Weinkeller Berlins und späteren Restaurant.
1872
M. Kempinski & Co. wird gegründet / Eintrag in das Handelsregister.
1889
Eröffnung des Stammhauses Kempinski in der Leipziger Straße.
1926
Eröffnung eines zweiten Hauses am Kurfürstendamm, Ecke Fasanenstraße: Das Restaurant und Delikatessen-geschäft "Kempinski". Damals war der Ku'damm noch eine idyllische Wohnstraße mit Vorgärten und einem Reitweg in der Mitte.
1928
Übernahme des "Haus Vaterland" am Potsdamer Platz zur Bewirtschaftung mit aufregendem & neuem Konzept - Unterhaltungsgastronomie wie sie Berlin zuvor nie erlebte.
1932
Erstes Hotel der M. Kempinski & Co./Pacht des "Schloß Marquardt" am Schlänitzsee.
1939 - 1945
Arisierung und Zerstörung der Kempinski Häuser.
24.2.1951
Grundsteinlegung am Kurfürstendamm/Ecke Fasanen-straße. Die Hotelbetriebs-Aktiengesellschaft eignet sich 100% der M. Kempinski & Co. an. Heute ist es als das Kempinski Hotel Bristol Berlin, besser noch als das "Kempi" bekannt, welches noch heute Reisende aus aller Welt begrüßt und eines der Flaggschiffe der Gruppe ist.
29.7.1952
Offizielle Inbetriebnahme des Kempinski Hotel Bristol Berlin.
Die Firma akquiriert das ebenfalls traditionsreiche Atlantic Hotel in Hamburg, bekannt als das "Weiße Schloß". Das 1909 eröffnete und direkt an der Außenalster gelegene Luxus-Hotel wurde dank innovativer und technologisch hochklassiger Ausstattung schon bald zum "Zuhause auf Zeit" für Passagiere der Hamburg-Amerika Schiffsroute.
1958
Das Kempinski Hotel Bristol Berlin wird erweitert, um den Gästen mehr Komfort zu bieten. 10 Jahre später erhält der 12-stöckige Tower eine Umluftanlage, weitere 63 Gästezimmer und eine Präsidentensuite..
1970
Die Firma akquiriert eine 50%-ige Beteiligung am Hotel Vier Jahreszeiten in München und etabliert eine Partnerschaft mit Lufthansa, die ebenfalls Teilhaber des Hotels ist. Beschluss der Hauptversammlung, der Firma den Namen "Kempinski Hotelbetriebs-Aktiengesellschaft" zu geben.
1972
Bau des Swimmingpools: des ersten Hotelpools in Berlin.
1977
Erneute Namensänderung in Kempinski Aktiengesellschaft. Kempinski sichert sich seine vierte deutsche Destination, das Kempinski Hotel Gravenbruch in Frankfurt.
1993
Umbau des gesamten Erdgeschosses und aller öffentlichen Bereiche. Erweiterung durch Gartensaal, Wintergarten, Ladenboulevard, Business Center und Bristol Bar. Renovierung fast aller Zimmer.
1994
Dusit Sindhorn Co. Ltd. erwirbt die Hauptanteile der Kempinski Hotels & Resorts. Das führt zu einer neuen international orientierten Expansionsstrategie in der Gruppe.
1997
100 Jahre Kempinski
Europas älteste Luxushotelgruppe feiert 100 jähriges Bestehen.
2006
Renovierung des kompletten Veranstaltungsbereiches „Bel Etage“ und „Kempinski Eck“.
2006
"Die Welt zu Gast bei Freunden" - Beherbergung des Weltmeisters Italien.
2007
Hoteljubiläum: 55 Jahre Kempinski Hotel Bristol Berlin
Aus diesem Anlaß wurden unter anderem 55 Kuchen aus der hoteleigenen Patisserie an kranke Kinder und Jugendliche in Kinderkliniken in Berlin verschenkt.
2007
VDR Auszeichnung mit dem Gütesiegel „Certified Conference Hotel“ und „VDR Certified Business Hotel“. Mit diesen beiden Zertifizierungen zeichnet der VDR Hotels aus, die sich besonders auf die Ansprüche und Bedürfnisse von Geschäftsreisenden und Tagungsgästen spezialisiert haben.
2007
In der von Feinschmeckern mit Spannung erwarteten neuesten Ausgabe des Gault Millau Führers zeichneten die Tester Thomas Altenberger von der Bristol Bar des Kempinski Hotels Bristol Berlin mit der Ehrung "Barkeeper des Jahres 2008" aus.
2009
Zertifizierung "kodexkonform"
Die MICE AG in Zusammenarbeit mi Bleile Management bestätigt, dass das Kempinski Hotel Bristol Berlin für kodexkonformes Tagen im Sinne des Kodexes des Vereins "Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie e.V." geeignet ist.